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Ultraleichter Carbon-Gyrocopter aus Thüringen präsentiert die neue Art zu Fliegen

  • 2014

Nach fünf Jahren intensiver Konzeptions- und Entwicklungsarbeit präsentierte die GGC GmbH am 5. September den ersten Gyrocopter der Marke Rotorvox. Auf dem Flugplatz in Obermehler enthüllte Thüringens Minister für Wirtschaft, Arbeit und Technologie, Uwe Höhn, den neuen Rotorvox C2A. Die ultraleichten Carbon-Tragschrauber werden nach Maßstäben aus der Automobilbranche im thüringischen Obermehler entwickelt und gefertigt. „Der Technologietransfer des Automobilbaus auf Gyrocopter stellt ein Novum auf dem Markt dar. Wir freuen uns, eine intelligente Alternative zum Helikopter vorzustellen: Einen Tragschrauber, der deutlich einfacher zu fliegen ist, günstiger im Betrieb und dabei Komfort bietet, wie man ihn aus dem Automobilbau gewohnt ist“, erklärt Ronald Schoppe, Geschäftsführer der GGC GmbH.

Ein Gyrocopter (auch Tragschrauber genannt) ist ein Ultraleichtflieger, der optisch einem kleinen Hubschrauber ähnelt. Der Rotor des Gyrocopters wird jedoch während des Fluges nicht durch einen Motor, sondern allein vom Fahrtwind angetrieben. Ein Pusher-Motor hinter der Pilotenzelle erzeugt den Vortrieb, während der Auftrieb durch die Autorotation des Rotors entsteht. Gyrocopter lassen sich wesentlich einfacher fliegen als Helikopter und durch ihren vergleichsweise einfachen technischen Aufbau haben sie einen geringeren Wartungsbedarf, sie sind günstiger in Pflege und Unterhalt. Zudem sind Gyrocopter extrem sicher, da der Rotor selbst bei Ausfall des Motors noch durch den Fahrtwind angetrieben wird und nur langsam an Höhe verliert. Noch dazu ist ein Tragschrauber weniger anfällig bei Wind, was in Zukunft auch für einen Einsatz bei der Küstenwache oder bei der Verkehrsüberwachung spricht. Bislang werden Gyrocopter vor allem privat als Luftsportgerät und Transportmittel genutzt.

Der Rotorvox C2A verbindet jetzt erstmals die Vorteile eines Gyrocopters mit dem Komfort, wie man ihn aus der Automobilbranche kennt: Den Kern des Rotorvox C2A bildet ein extrem stabiles und gleichzeitig leichtes Vollcarbon-Cockpit, das die Reisenden ähnlich eines Formel-1-Piloten schützt. Der Ein- und Ausstieg ist durch die, für Gyrocopter neue, nach vorne aufklappbare Kanzel einfach und komfortabel möglich. Das besonders breite Fahrwerk verbessert zudem das Handling des Tragschraubers und reduziert das Risiko des Umkippens. Ebenfalls ein Novum: Im Falle einer Gefahrensituation können sich die Reisenden dank der intelligenten Geometrie des Rotorvox C2A in unter 30 Sekunden selbst evakuieren – auch wenn der Gyrocopter auf der Seite liegt.

Mit einer Länge von 5,50 Metern (ohne Rotor) und einer Breite von 2,21 Metern wird der Rotorvox C2A zu den größten zugelassenen Gyrocoptern zählen. Er verfügt über eine verschleißarme hydraulische Vorrotation, eine elektrische Trimmung und eine Doppelsteuerung. Der Tank umfasst ein Volumen von 90 Litern und ermöglicht eine Flugdauer von fünf bis sechs Stunden. Die maximale Zuladung liegt bei über 200 kg.

Die Idee zur Entwicklung eines neuartigen Gyrocopters kam dem Gründer und Geschäftsführer der GGC GmbH, Ronald Schoppe, bei der Überwachung von Erprobungsfahrten des VW Race Toureg per Helikopter in den Wüsten Afrikas. Mit einem Expertenteam rund um Luftfahrt, Motorsport und Fahrzeugdesign baut er mit dem Rotorvox C2A eine neue Generation von Gyrocoptern, in denen sich das Zusammenspiel dieser Kernkompetenzen in jedem Detail erkennen lässt. Mit dem C2A wird in Kürze das erste Produkt in Obermehler in Serienproduktion gehen.

Ansprechpartner für die Presse:

Ronald Schoppe, Rotorvox ∙ GGC GmbH
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