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Ansiedlung Des Schweizer Unternehmens Laxxon: Künftig 3D-gedruckte Arzneimittel „Made In Jena“

Ansiedlung des Schweizer Unternehmens Laxxon: Künftig 3D-gedruckte Arzneimittel „Made in Jena“

  • 2019

Laxxon opti­miert die Wirk­stoff­ab­gabe von Arz­nei­stof­fen dank eines paten­tier­ten, inno­va­ti­ven 3D Sieb­druck­ver­fah­rens

Das Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men Laxxon Medi­cal GmbH sie­delt sich in Jena an und ent­wi­ckelt und fer­tigt hier künf­tig inno­va­tive Arz­nei­mit­tel auf der Basis eines spe­zi­el­len 3D Sieb­druck­ver­fah­rens. Durch ein addi­ti­ves Her­stel­lungs­ver­fah­ren wird die Pro­duk­tion mehr­schich­ti­ger phar­ma­zeu­ti­scher Appli­ka­ti­ons­for­men wie bei­spiels­weise Tablet­ten ermög­licht. Mit die­ser Tech­no­lo­gie kön­nen Tablet­ten mit geo­me­tri­schen Struk­tu­ren ver­se­hen wer­den, die eine Ver­tei­lung eines oder meh­re­rer wirk­sa­mer Arz­nei­stoffe ermög­li­chen. Hier­durch kann bei­spiels­weise eine ver­zö­gerte und vor allem über einen län­ge­ren Zeit­raum gleich­blei­bende Abgabe der Wirk­stoffe im Kör­per erreicht wer­den. Dies dient zum einen einer ver­bes­ser­ten Wirk­sam­keit zum Wohle der Pati­en­ten, und zum ande­ren bie­tet die­ses paten­tierte Ver­fah­ren der phar­ma­zeu­ti­schen Indus­trie völ­lig neue Pro­dukt­ent­wick­lungs- und Her­stel­lungs­an­sätze.

Mit dem 3D Sieb­druck­ver­fah­ren sind wei­tere Vor­teile ver­bun­den: Es ermög­licht sowohl die Pro­duk­tion von Kleinst­men­gen, wie sie bei­spiels­weise in der kli­ni­schen For­schung benö­tigt wer­den, als auch die für die Phar­ma­in­dus­trie not­wen­dige Mas­sen­pro­duk­tion von Arz­nei­mit­teln. Zudem ist es durch die­ses spe­zi­elle Ver­fah­ren mög­lich, zum Schutz vor gefälsch­ten Arz­nei­mit­teln ein fäl­schungs­si­che­res „Was­ser­zei­chen“ im Inne­ren der Tablette zu erzeu­gen, was mit den her­kömm­li­chen Her­stel­lungs­ver­fah­ren bis­her unmög­lich ist. Dies könnte ein signi­fi­kan­ter Bei­trag zum Schutz vor gefälsch­ten Arz­nei­mit­teln sein. Gefälschte Arz­nei­mit­tel stel­len nicht nur für Pati­en­ten ein erheb­li­ches Gesund­heits­ri­siko dar, der Phar­ma­zeu­ti­schen Indus­trie ent­steht hier­durch in Europa jähr­lich ein Scha­den in Höhe von circa EUR 10 Mrd. Zusam­men­fas­send kann gesagt wer­den, dass das 3D Sieb­druck­ver­fah­ren von Laxxon ein erheb­li­ches Poten­tial besitzt, mit­hilfe die­ser Inno­va­tion rasch hohe Anteile am Markt zu errei­chen. Begrün­det wird das Poten­tial ins­be­son­dere dadurch, dass in den kom­men­den 10 Jah­ren welt­weit mehr als 100 Arz­nei­mit­tel mit einem jähr­li­chen Umsatz­vo­lu­men von USD 150 Mrd. ihren Patent­schutz ver­lie­ren. Das Inter­esse sei­tens der Indus­trie, sich hier durch Pro­dukt­ver­bes­se­run­gen gegen­über der Kon­kur­renz abzu­set­zen, ist ent­spre­chend hoch.

Die bm‑t betei­li­gungs­ma­nage­ment thü­rin­gen gmbh (bm|t) ist über den Thü­rin­ger Start-up-Fonds (TSF) als Lead­in­ves­tor gemein­sam mit wei­te­ren pri­va­ten und insti­tu­tio­nel­len Inves­to­ren bei Laxxon Medi­cal ein­ge­stie­gen. Kevin Ree­der, Geschäfts­füh­rer der bm|t, gibt zum Aus­druck: „Laxxon’s Ent­schei­dung für Jena als FuE-Nukleus für ihr extrem poten­ti­al­rei­ches Vor­ha­ben bestä­tigt die Thü­rin­ger Uni­ver­si­täts­stadt als exzel­len­ten tech­no­lo­gi­schen Stand­ort. Laxxon und die 3D Sieb­druck-Tech­no­lo­gie wer­den Jenas Tech­no­lo­gie- und Life Sci­ence-Clus­ter deut­lich stär­ken.“

Bei der Ansied­lung umfas­send bera­ten und betreut wurde die Laxxon Medi­cal GmbH von der Lan­des­ent­wick­lungs­ge­sell­schaft Thü­rin­gen mbH (LEG). Die LEG beglei­tet als Wirt­schafts­för­der­ge­sell­schaft des Frei­staats Fir­men bei ihren Inves­ti­ti­ons­pro­jek­ten in Thü­rin­gen mit einem Full Ser­vice.

Die Geschäfts­füh­rer der Laxxon Medi­cal GmbH, Prof. Dr. A. Schnee­ber­ger und K. Kühne, freuen sich ins­be­son­dere über die sehr guten und direk­ten Koope­ra­ti­ons­mög­lich­kei­ten mit den ver­schie­de­nen inter­dis­zi­pli­nä­ren Insti­tu­ten der Uni­ver­si­tät Jena. Deren Know-how in der Poly­mer­ent­wick­lung und Mate­ri­al­for­schung sowie deren tech­ni­sche Aus­stat­tun­gen stel­len für Laxxon einen erheb­li­chen Stand­ort­vor­teil dar, der auch für die Ansied­lung des Unter­neh­mens aus­schlag­ge­bend war.

 

Über die Laxxon Medi­cal

Die Laxxon Medi­cal GmbH mit Sitz in Jena ist eine Betei­li­gung der in Zürich (CH) domi­zi­lier­ten Laxxon Medi­cal AG und Schwes­ter­un­ter­neh­men der in New York (USA) domi­zi­lier­ten Laxxon Medi­cal Corp. Die Laxxon Medi­cal hat sich auf die Pro­dukt­ent­wick­lung und ‑her­stel­lung von Arz­nei­mit­tel über das 3D Sieb­druck­ver­fah­ren spe­zia­li­siert. Über diese Gesell­schaf­ten soll der inter­na­tio­nale Phar­ma­markt adres­siert wer­den.

Über die bm|t:

Die bm|t mit Sitz in Erfurt ist eine Toch­ter der Thü­rin­ger Auf­bau­bank und die füh­rende Adresse für Betei­li­gun­gen in Thü­rin­gen. Die bm|t führt aktu­ell acht Fonds mit einem Gesamt­vo­lu­men von rund 320 Mio. EUR, die sich an inno­va­ti­ven Unter­neh­men nahezu aller Bran­chen und in allen Pha­sen der Unter­neh­mens­ent­wick­lung – sowohl in der Grün­­dungs- als auch in der Wachs­tums­phase oder in Unter­neh­mens­nach­fol­ge­si­tua­tio­nen betei­li­gen.

Für wei­tere Infor­ma­tio­nen:

Laxxon Medi­cal GmbH
Pas­cal Zey­mer
Busi­ness Admi­nis­tra­tion Mana­ger

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